SpaEfV horizontaler Ansatz

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SpaEfV – Horizontaler Ansatz

Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung SpaEfV vom 31.07.2013 legt fest, dass bis 2015 alle deutschen Unternehmen des produzierenden Gewerbes – Einstufung gemäß Klassifikation der Wirtschaftszweige, herausgegeben vom Statistischen Bundesamt, Stand 2003 – ein systematisches Energiemanagement zur Steigerung der Energieeffizienz einführen müssen, als Voraussetzung für die Gewährung von Entlastungen von der Energiesteuer und Stromsteuer.
 
Für diese Entlastung müssen Nicht-KMU bis spätestens 2015 ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem, kurz EnMS, oder alternativ ein nach EMAS validiertes Umweltmanagementsystem im gesamten Unternehmen nachweisen.
Für KMU, d.h. kleine oder mittlere Unternehmen – gemäß Empfehlung 2006/361/EG der EU-Kommission definiert mit Mitarbeiterzahl ist kleiner 250 Mitarbeiter UND der Jahresumsatz ist kleiner gleich 50 Mio € ODER die Bilanzsumme ist kleiner gleich 43 Mio € – besteht neben der Möglichkeit für ISO 50001 oder EMAS die Förderung alternativer Systeme durch den Gesetzgeber. Wesentlich für KMU ist hier der geringere administrative und finanzielle Aufwand.
Die Einführungsphase dauert von 2013 bis 2015 und unterscheidet unabhängig von der Unternehmensgröße, d.h. Nicht-KMU oder KMU, den horizontalen und vertikalen Ansatz. Ab 2015 gilt dann das Regelverfahren.
 
Gegenstand dieses Artikels ist das horizontale Verfahren nach SpaEfV. Der horizontale Ansatz steht für die schrittweise Einführung des Systems im gesamten Unternehmen an allen Standorten und in allen Unternehmensbereichen mit Steigern des betrachteten Gesamtenergieverbrauchs bis 2015.

Horizontaler Ansatz für Nicht-KMU

Jedes Unternehmen benötigt neben dem untenstehenden Nachweis das von der Konformitätsbewertungsstelle ausgefüllte Zollformblatt 1449, das fristgerecht mit dem Antrag auf Spitzenausgleich beim Hauptzollamt einzureichen ist.

  • während der Einführungsphase 2013 und 2014
    • 2013 mindestens 25% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens, Start z.B. mit einzelnen Anlagen, Bereichen oder Standorten erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2012 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2012
    • 2014 mindestens 60% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2013 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2013
  • mit dem Regelverfahren ab 2015
    • ab 2015 100% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2014 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2014

Horizontaler Ansatz für KMU

Jedes Unternehmen benötigt neben dem untenstehenden Nachweis das von der Konformitätsbewertungsstelle ausgefüllte Zollformblatt 1449, das fristgerecht mit dem Antrag auf Spitzenausgleich beim Hauptzollamt einzureichen ist.

  • während der Einführungsphase 2013 und 2014
    • 2013 mindestens 25% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens, Start z.B. mit einzelnen Anlagen, Bereichen oder Standorten erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2012 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2012 oder
      • KMU Energieaudit DIN EN 16247-1 als alternatives System nach SpaEfV Anlage 1 nach 01.01.2012 oder
      • KMU alternatives System nach SpaEfV Anlage 2 nach 01.01.2012
    • 2014 mindestens 60% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2013 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2013 oder
      • KMU Energieaudit DIN EN 16247-1 als alternatives System nach SpaEfV Anlage 1 nach 01.01.2013 oder
      • KMU alternatives System nach SpaEfV Anlage 2 nach 01.01.2013
  • mit dem Regelverfahren ab 2015
    • ab 2015 100% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens erfassen
      • Nachweis Zertifikat ISO 50001 bzw. Bericht des Überwachungsaudits nach 01.01.2014 oder
      • Nachweis der EMAS-Registrierungsstelle, d.h. Eintragungs-, Verlängerungs- oder Bestätigungsbescheid nach 01.01.2014 oder
      • KMU Energieaudit DIN EN 16247-1 als alternatives System nach SpaEfV Anlage 1 nach 01.01.2014 oder
      • KMU alternatives System nach SpaEfV Anlage 2 nach 01.01.2014

Hinweis: Wir leisten im Rahmen des Energiemanagements keine Beratung zu rechtlichen und steuerrechtlichen Themen. Für der Inhalt dieses Artikels, der sich als informativer Überblick versteht, übernehmen wir keine Haftung und die Geltendmachung von Ansprüchen jeglicher Art ist ausgeschlossen. Bitte fragen Sie für alle Rechtsthemen den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens, für alle Steuerthemen den Steuerberater Ihres Vertrauens.

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